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Afrika-Symbolbild

Unser großer Nachbar im Süden: Afrika

Kairo, Lagos, Johannesburg – was haben diese Großstädte gemeinsam? Genau, sie liegen in Afrika. Auf dem Kontinent Afrika – nur wenige Kilometer von der südlichsten Spitze Europas entfernt – gibt es 54 Staaten, eine Milliarde Menschen und über 2.000 Sprachen.

Nachrichten aus Afrika zeigen uns häufig hungernde Menschen, kämpfende Soldaten oder Boote voller Flüchtlinge, die sich auf den Weg nach Europa machen. Es stimmt: Es gibt viele Probleme in Afrika. Einige stammen noch aus der Zeit, als die Europäer Afrika unter sich aufgeteilt hatten, um den Kontinent auszubeuten: Sie exportierten Diamanten, Gold, Erdöl und Edelsteine, aber auch Menschen als Sklaven.

Vom Kolonialismus in die Unabhängigkeit

UN-Friedenstruppen patroullieren durch Kinshasa
UN-Friedenstruppen patroullieren durch Kinshasa© picture-alliance/ dpa

Die Kolonialländer teilten den Kontinent unter sich auf: Wenn du dir eine Landkarte von Afrika anschaust, siehst du, dass die Grenzen manchmal schnurgerade sind, als wären sie mit dem Lineal gezogen worden. Noch heute entstehen daraus Konflikte, zum Teil sogar Kriege.

Nach der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten sorgten in vielen Ländern korrupte und kriminelle Herrscher dafür, dass es der Bevölkerung immer schlechter ging. Heute leidet Afrika unter dem Klimawandel, der große Dürren und Missernten verursacht. Aber auch der wirtschaftliche Wettbewerb mit weiter entwickelten Weltregionen ist ein Problem.

Zusammenarbeiten, damit es allen besser geht

Neben vielen Problemen gibt es aber auch viele gute Nachrichten: Afrika ist heute ein Kontinent, der sich an einigen Orten sehr schnell entwickelt, wo Menschen die Politik mitbestimmen, wo es Demokratien gibt und wo die Wirtschaft wächst.

Deutschland steht dabei zur Seite: Mehr Kinder sollen die Schule besuchen. Mehr Menschen sollen zum Arzt gehen können. Mehr Menschen sollen eine Arbeit haben, damit sie ihre Familie ernähren können. Und die Menschen sollen in Frieden leben. 

In Sierra Leone spielen Kinder Fussball
Kinder in Sierra Leone© picture-alliance/ dpa

Hilfe zur Selbsthilfe

All dies kann nur gelingen, wenn die afrikanischen Staaten auch selbst mitmachen. Darauf achtet Deutschland, wenn es afrikanischen Staaten hilft. Die Hilfe soll die Menschen vor allem darin unterstützen, sich weiterhin selber helfen zu können: Indem sie in ihrem Land mitbestimmen können, nicht ausgebeutet werden, ihre Waren in andere Länder verkaufen und ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen können.

In Afrika gibt es weltweit die meisten jungen Menschen. Die fördert das Auswärtige Amt besonders: Schulen werden gebaut, damit so viele Kinder wie möglich lesen und schreiben lernen. Junge afrikanische Künstlerinnen und Künstler werden gefördert. Und Studenten können in Deutschland studieren, um Dinge zu lernen, mit denen sie später ihrem Heimatland weiterhelfen können.

Kennst du die Länder, in denen Kairo, Lagos und Johannesburg liegen? Sieh mal auf der Landkarte nach!

Bei so vielen Mitgliedsländern ist das natürlich alles andere als einfach. Denn die verschiedenen Mitgliedsländer haben häufig ganz unterschiedliche Ideen und Vorschläge... Insbesondere bei diesen Fragen ist die Einigung auf ein gemeinsames Handeln oft schwierig: wie geht Europa am besten mit der Globalisierung, der Einwanderung und der Aufnahme geflüchteter Menschen um, so dass es für alle gerecht ist?

Mehr als der Euro: Demokratie und Meinungsfreiheit

Und was bringt das alles? Sehr viel! Du kannst zum Beispiel ohne lange Grenzkontrollen reisen: nach Frankreich, Schweden, Polen oder auch Lettland. Wenn du möchtest, kannst du dort später studieren und arbeiten. In der Europäischen Union darf jeder leben, wo er möchte, ganz egal in welchem Land, ohne, dass man dafür eine besondere Erlaubnis braucht.

Aber die EU hat nicht nur Reisefreiheit, Frieden und Wohlstand gebracht. Auch Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Meinungsfreiheit sind Europas Markenzeichen. Dafür hat die EU den Friedensnobelpreis erhalten.

Was wir als Europäer und Europäerinnen geschafft haben, ist eine große Leistung. Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass sich dies alles erst über viele Jahre entwickelt hat. Und dass diese Errungenschaften nicht selbstverständlich sind – das heißt, dass wir uns immer wieder neu anstrengen müssen, sie zu erhalten!

 

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